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| BRIGHT EYES GERMANY |
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Wenn auf Musik das Attribut Biker-Rock
irgendwie zutreffen sollte, dann unter anderem auch auf das, was BLIND PETITION hier
abgeliefert haben. Wieder im Original-Line-up bieten uns die fünf Österreicher
vielseitigen Hardrock der alten Schule, wobei man gern mal Blues-getränkt zu Werke geht
oder auch mal Südstaaten-mäßig abrockt. Neben diversen Singles und Samplerbeiträgen
ist Bloody Reunion schon das 6. Studioalbum, wenn ich mich nicht irre (hehe).
Gegründet wurde die Truppe bereits 1975 von Hannes 'Fusel' Bartsch in Wien, die
Glanzzeiten hatte man allerdings erst von 1988 bis 1992 durch lange ausgedehnte Tourneen
quer durch Europa, z. B. als Specialguest der US-Southern-Rocklegende Blackfoot. Auch
Auftritte mit Motörhead, Saxon, Black Sabbath, Krokus u.v.a. stehen zu Buche. Das
Bühnenerlebnis beim historischen John Lennon Love And Peace Festival 1990 in Donetsk vor
60.000 Zuschauern und der 8-malige Auftritt als Headliner beim größten Freiluft-Festival
Europas, dem Wiener Donauinselfestival (mittlerweile 2-3 Mio.(!!) Besucher an drei Tagen)
sind jedoch absolute Highlights und sollten unbedingt erwähnt werden.
Mikrofonständerumklammerer war anno dazumal Gary Wheeler, der auch heute wieder mit von
der Partie ist und mit dem gewissen Etwas in seiner Stimme dieses
RocknRoll-Album erst so richtig reizvoll macht. Sehr nah am Gesang eines Gary
Jeffries, der mit den US-Amerikanern Asphalt Ballet im Jahr 1991 eine klasse
Debüt-Scheibe ablieferte. Wem diese Namen rein gar nichts sagen, der möge sich bitte
eine Kreuzung aus Bob Dylan und Roger Chapman vorstellen. Auf alle Fälle perfekt für
diese Gattung von Hardrock, der schön dreckig, aber trotzdem mit der richtigen Mixtur aus
Groove und Melodie rüberkommt. Auf Bloody Reunion bekommt man die volle
Breitseite melodiösen Hardrocks geboten, wobei man gekonnt weit, weit am vermeintlichen
Zeitgeist vorbei segelt, aber durch Ohrwurmqualtitäten in den Refrains und genügend
Power die antiquierte Mucke absolut interessant macht. Zutreffende Beispiele wären
hierfür das megacoole Wasted, der Ohrwurm Follow The Rules, der
Melodic-Rocker Number One, das mit Akustikgitarren und Mundharmonika
intonierte, Südstaaten-Flair versprühende Even A Soldier, der mit
Slide-Guitar versetzte Blues-Rocker Aces, das hymnenartige Celebs
oder die abschließende RocknRoll-Nummer Ain´t Going To Sleep
(extrem Bob Dylan-like). Der Rest gehört zum gehobenen Durchschnitt, rockt aber auch ganz
ordentlich. Mit Bloody Reunion ist BLIND PETITION ein abwechslungsreiches,
kurzweiliges Album gelungen, das gute Laune macht und deshalb prima geeignet ist, mal
wieder nach ´nem gestressten Arbeitstag bei ´ner Pulle Bier (oder zwei oder drei...) so
richtig abzuschalten (Prost!). Falls ihr Lust habt oder noch soweit nüchtern seid, könnt
ihr ja mal auf www.blindpetition.at surfen (Gott sei Dank gibts ja beim Surfen noch
keine Promillegrenze, hehe). |
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Manfred
Checky Maier |
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| METAL.de |
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Zugegebenermaßen
kenne ich kaum Rockbands aus Österreich. Und beim Namen BLIND PETITION sprangen bei mir
auch nicht gleich alle Lichter auf Grün. Von daher ließ mich die Kunde von der
Wiedervereinigung dieser angeblichen Alpenkultcombo relativ kalt. Vor mehr als dreißig
Jahren gegründet, gut vierzehn Jahre im Ruhestand, nun melden sich die Jungs um das
Brüderpaar Hannes "Fusel" und Bertl Bartsch im Erfolgs-Line-up mit ihrer
"Bloody Reunion" zurück. |
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Recht schnell wird einem klar, hier hat man es
mit erfahrenen und gestandenen Musikern zu tun, denn "Bloody Reunion" wirkt ein
bisschen wie eine Zeitreise durch die Untiefen des Rock'n'Roll. Hier ein wenig Classic
Rock, da etwas Rock'n'Roll, dann wieder ein bisschen Blues, viel bodenständiger Hard Rock
und als Garnitur ein Spritzer Southern Rock. Macht unterm Strich eine ordentliche Mixtur
und BLIND PETITION schaffen es trotzdem, sich eine eigene Note zu bewahren. Nicht zuletzt
ist es Sänger Gary Wheeler (ex-BLOWIN' FREE, STAHLHAMMER) mit seiner sonoren Stimme, der
hier für das gewisse Etwas sorgt, doch auch die einerseits unkomplizierte, andererseits
vielseitige Songschreibe der Band beschert BLIND PETITION ein gewisses Maß an
Eigenständigkeit. "Bloody Reunion" ist ein typisches Feel-Good-Album:
Kurzweilig, traditionell, eingängig. Ein Song wie "Wasted" ist beispielsweise
ein prächtiger Gute-Laune-Song mit AC/DC-Einschlag, beim wunderbaren Refrain von
"The Big Things" kann man sich ein Grinsen kaum verkneifen und gemächlichere
Songs wie die Southern-Rock-Hymne "Even A Soldier" oder "Follow The
Rules" eignen sich hervorragend zum melancholischen Dahinschwelgen. Doch halt! Ihr
denkt, BLIND PETITION wären langweilige, alte Säcke mit langen Bärten und
Vorruhestandsgrinsen im Gesicht? Weit gefehlt! Die Jungs können nämlich auch noch
richtig saftig rocken und genau dann klingen die Ösis am besten: Der wuchtige Titeltrack,
das treibende "Celebs" sowie die oberkuhle Schlussrunde mit "Speed It
Up" und "Ain't Going To Sleep" werden euch die Ohren langziehen, bis es
blutet. Ich hätte noch gerne mehr davon gehört und vor allem auf die ein, zwei
mittelprächtigen Standard-Rocker verzichtet, die sich im Rahmen dieser blutigen Reunion
ungefragt eingeschlichen haben, aber blutig bleibt nun mal blutig. |
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Mal schauen, wohin es BLIND PETITION noch
verschlagen wird, ob diese Reunion nur einmal geblutet hat oder ob auch künftig
weitergerockt werden darf. In jedem Fall ist ihr Comeback gelungen. Welcome back! |
Opko / 18.12.2007 |
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STORMBRINGER - THE AUSTRIAN HEAVYZINE |
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Wenn mir vor ein paar Monaten jemand gesagt
hätte, dass ich noch im Jahr 2007 eine neue BLIND PETITION Veröffentlichung reviewen
würde, wäre derjenige mit Spott und einem zynischen Lächeln bedacht worden. Doch
manchmal geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder: Nur drei Jahre (ja, das ist für
BLIND PETITION eine kurze Zeitspanne) nach "No Prisoners" legen BLIND PETITION
ein neues Werk mit dem passenden Titel "Bloody Reunion" vor.
Der gleichnamige Titeltrack und Opener gibt die Marschrichtung vor: Schwungvoll, absolut
unmodern, aber dennoch nicht übertrieben altbacken wird hier vor sich hin gerockt. Hier
wird gute Laune groß geschrieben, ohne in seichte Klischees zu verfallen. Dieser erste
Eindruck wird dem Album mehr als nur gerecht: BLIND PETITION scheren sich auch heute einen
Dreck um Trends oder Massenkompatibilität. Sie ziehen ihr Ding von Alpha bis Omega so
durch wie es ihnen passt: Mal schimmern AC/DC Referenzen durch, während man dann wieder
das eine oder andere Element aus dem klassischen Blues borgt, oder gar in Country Gefilden
wildert (damit meine ich natürlich eher Johnny Cash und co. als diverse deutsche Barden
mit pseudo-amerikanischem Hintergrund und Schlagerpotenzial).
So herrscht z.B. bei "Wasted" ein gemächliches Tempo vor, das dem bärenstarken
Gary Wheeler die Chance lässt, den Song mit seinem Gesang zu prägen. Ein weiteres
Highlight ist "Follow the Rules": Dieser Song ist zum Teil sehr rau gestaltet,
nur um in weiterer Folge plötzlich ungewohnt weich zu klingen. Die feinen Leads und die
treibenden Riffs bleiben im Hintergrund und sind somit immer songdienlich. In der Mitte
des Albums setzt man vermehrt auf ruhigere Klänge, ohne dabei schlimme Liebesballaden zu
fabrizieren ("Even a Soldier"). Nach dieser Erholungsphase wird mit den beiden
letzten Tracks "Speed it up" bzw. dem finalen "Ain't Going to Sleep"
nochmal das Tempo angezogen.
Mit einem zufriedenen Nicken sollte man den Genuss der CD nochmals Revue passieren lassen:
Die wundervolle Produktion von Mr. Wheeler und Mr. "Fusel" Bartsch
höchstpersönlich lässt die Songs gedeihen und wachsen. Die tolle Gesangsleistung und
die tadellose Leistung aller Musiker macht die Qualität dieser Band deutlich. Die
negative Kritik? Die Musik ist keineswegs originell und leider befindet sich mit "The
Big Things" auch ein seichter und belangloser Song auf "Bloody Reunion".
Doch auch wenn BLIND PETITION natürlich keinen Innovationspreis gewinnen werden, machen
sie ihre Sache sehr gut. Vor allem für die etwas älteren Fans des Hard Rock Genres wird
diese "Bloody Reunion" auf großen Zuspruch stoßen. Aber auch Fans, die den
40er noch lange nicht erklommen haben (was der Rezensent glücklicherweise auch erst in 15
Jahren schaffen wird), und dennoch auf den guten, alten Hard Rock stehen, sollten mal ein
Ohr riskieren! Also werft euch die speckigen Lederjacken über, holt euch ein Bier und
schmeißt "Bloody Reunion" in den CD Player. |
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| FFM - ROCK |
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Gut 15 Jahre waren Blind Petition weg vom
Fenster. Im vergangenen Jahr tauchten sie schemenhaft im Geiste der Hardrockgemeinde
wieder auf und die Gerüchte haben sich bewahrheitet. Mit Bloody Reunion legen
die Österreicher eine Reunionscheibe vor, die ihrem Namen alle Ehre macht. Im
Original-Lineup und mit der Energie aus den besten Zeiten preschen sie in die Moderne vor,
ohne sich auch nur im Geringsten um derzeitige Trends zu scheren. Was in den späten
Achtzigern oder frühen Neunzigern für Begeisterungsschübe sorgte und danach von allen
Trägern verschlissener Jeans und abgewetzter Lederjacken schmerzlichst vermisst wurde,
all das findet sich auf Bloody Reunion wieder. Das Titelstück eröffnet die
Scheibe in bester Mötley Crüe Manier, während The big things mit einer
ordentlichen Brise Southern Rock und Frauenchören durch die Gehörgänge fegt. Good
under me startet mit einer Rhythmusgitarre, die auch von Malcolm Young hätte
intoniert werden können und glänzt mit einem augenzwinkernd laszivem Text, der aus der
Feder des heiligen Bon Scott hätte stammen können. Ein fulminanter Auftakt, bevor man im
Mittelteil des Albums einen Gang zurückschaltet und die Akustik und Baritonklampfen
auspackt. Doch auch das steht der Band gut zu Gesicht ohne in den Kitschsektor
abzudriften. Ein Song wie Even a soldier fräst sich auch ohne schneidende
Gitarrenriffs schon beim ersten Durchgang in den Hirnwindungen fest. Da kann man sein
Haupt so viel schütteln wie man will, wenn die Band am Ende noch einmal anzieht und mit
Speed it up und Aint going to sleep zwei bezeichnende Titel
aus dem Ärmel schüttelt, aus dem zuvor bereits die Granate Aces hervorkam.
Das Album basiert auf einem tollen Konzept (nein, kein lyrisches Konzept): Den Spirit
alter Tage einfangen, in ein frisches Soundgewand kleiden und damit Anhänger vergangener
Tage und musikalisch ewig Gestrige gleichermaßen zu beglücken. Blind Petition treten
auch anno 2007 noch Ärsche ohne sich der Kick-Ass-Plattitüde zu bedienen. |
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| POWERMETAL.de |
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Die Geschichte der harten Rockmusik in
Österreich ist ohne Wenn und Aber mit dem Namen BLIND PETITION verbunden. Als Hannes
"Fusel" Bartsch im Jahre 1975 den Grundstein für diese Formation gelegt hat,
war keineswegs abzusehen, in welche Richtung sich die Band und zudem auch die gesamte
Szene hier im Osten der Republik entwickeln würde. Auch wenn man heutzutage gerne darauf
vergisst, muss dringend erwähnt werden, dass die Mitglieder von BLIND PETITION unbedingt
mit zu den jenen Individualisten gezählt werden müssen, denen wir so manche
"Fixsterne" unserer aktuellen Szene zu verdanken haben.
Als sich die Herren einst nach geeigneten Veranstaltungsorten umgesehen hatten, begaben
sie sich auf die Suche nach einem so genannten "Rockhaus". Was aus diesem
Kapitel im Endeffekt geworden ist, sollte sich herumgesprochen haben. Das als
"Rockhaus" bekannt gewordene Veranstaltungszentrum, das nach einer Umbenennung
"Planet Music" getauft wurde, ist auch weit außerhalb Österreichs bekannt und
wird als einer der renommiertesten Clubs in die Annalen der österreichischen
Kulturgeschichte eingehen, auch wenn dieses Gebäude in Bälde einem Wohnblock weichen
muss.
Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass BLIND PETITION anno 1985 auf dem ersten in
Österreich erschienen Sampler mit ausschließlich hart rockenden Bands mit dem Titel
"Ready To Fire" vertreten waren, ein weiterer Beleg für die historische
Wichtigkeit dieser Truppe. Die Historie der Band selbst war zwar über all die Jahre ein
ewiges Auf und Ab, die erfolgreichsten Jahre sind aber definitiv zwischen 1988 und 1992
gewesen. Mit dem Einstieg von BLOWIN' FREE-Sänger Gary Wheeler und den in Folge
veröffentlichten vier Alben in jener Zeit konnten BLIND PETITION nicht nur in der Heimat
auf allen zur Verfügung stehenden Bühnen für Furore sorgen, sondern waren zudem auch
der österreichsche Exportartikel in Sachen Rockmusik schlechthin.
Tourneen führten die Herrschaften nicht nur nach Italien, Frankreich und Deutschland,
sondern auch gen Osten, wo man nicht nur Ungarn und die damals noch existierende
Tschechoslowakei im Sturm einnehmen konnte, sondern es auch in der damaligen Sowjetunion
zu Ruhm und Ehre brachte. Die Referenzliste der Größen, mit denen man die Bühne teilen
hat dürfen, liest auch nicht gerade schlecht: MOTÖRHEAD, BLACKFOOT, KROKUS, SAXON und
BLACK SABBATH stellen exemplarisch einen Auszug aus dieser dar, zu der es weiters zu sagen
gibt, dass BLIND PETITION auch nach wie vor in Österreich zu den gerne gesehenen Bands
auf etwaigen Bühnen zählen. Nicht umsonst wird die Formation schon jahrelang für das
Wiener Donauinselfest eingeladen um bei jenem Gratis(!)-Open-Air für Stimmung bei den
Tausenden von Zusehern zu sorgen.
Im letzten Jahr formierte sich die Truppe in der Besetzung Hannes und Bertl Bartsch (beide
Gitarre), Gary Wheeler, Mario Brodtrager (Schlagzeug, unter anderem für KINGDOM COME und
SKEW SISKIN aktiv gewesen) und Bassist Reinhard Kochauf erneut und lädt zur "Bloody
Reunion".
Wie nicht anders zu erwarten, kredenzt uns "Fusel" nebst Verwandtschaft und
Anhang ein sattes und hart rockendes Album, das hinsichtlich der Einflüsse zwar die
letzten 30 Jahre Musikgeschichte beinhaltet, aber dennoch in erster Linie ganz klar BLIND
PETITION ans Tageslicht befördert.
Während man mit dem Titelsong fast nach L.A. zur besten Phase klingt, offeriert uns die
Band mit 'The Big Things' einen Southern-Rocker in bester Tradition von Helden wie MOLLY
HATCHET, Slidegitarre inklusive. 'Good Under Me' lässt nicht nur hinsichtlich der
Gitarrenarbeit an AC/DC denken, sondern verfügt auch über einen Text, der gut und gerne
auch aus der Feder von Bon Scott hätte stammen können.
Auch in weiterer Folge kredenzen uns die Bartsch-Brüder einige prägnante und harmonische
Gitarrenspielereien, die sich aber immerzu sehr homogen in das Gesamtgefüge einpassen und
einmal mehr die Mannigfaltigkeit dieser Formation unter Beweis stellen.
Vom bluesgetränkten Rock ('Follow The Rules') über melodiösen Hardrock der alten Schule
('Number One') bis hin zu gefühlvollen Akustikgitarrenintonationen in 'Even A Soldier'
und herrlichen Country-Einsprengsel im dennoch erfrischend rockenden 'Aces' reicht die
Palette und sollte "Bloody Reunion" daher nicht nur für österreichische
Musikhistoriker interessant machen. Darauf lautstark ein dreifaches "Tschingo
Bingo"!
Anspieltipps: Bloody Reunion, Good Under Me, Even A Soldier, Aces
Walter Scheurer
[04.12.2007] |
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| METALGLORY Magazine |
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So richtig viele Hardrock Bands aus
Österreich hat es nie gegeben. Eine jedoch, die sich auch ein wenig Ruhm erspielen
konnte, war Blind Petition, die Band um Sänger Gary Wheeler und die beiden Gitarre
spielenden Brüder Hannes und Berti Bartsch. Im Laufe der Jahre, ihre Gründung datiert
die Band selber auf 1975, schafften es die Eidgenossen 4 Alben u.a. bei Edel und SPV zu
veröffentlichen. Unzählige Touren mit Blackfoot, Motörhead, Blue Oyster Cult, Kingdom
Come, Black Sabbath, Krokus, Saxon oder auch Victory folgten. Sie spielten beim
historischen John Lennon Love And Peace Festival und wurden vom damaligen
österreichischen Botschafter in Moskau begrüsst. Jedoch schafften sie es nie mit ihrem
rauen und ungezügelten Hardrock, der immer mal wieder ein wenig an AC/DC erinnerte, so
richtig grosse Erfolge zu sammeln. Schliesslich löste sich die Band auf und erst 2006
fanden sich die Jungs wieder zusammen, um nun mit der Bloody Reunion wieder
auf die Bühne zurückzukehren. Rein musikalisch betrachtet hat sich aber im Laufe der
Jahre nicht wirklich etwas geändert. Immer noch ein wenig polternd, immer noch fehlt der
grosse Song, immer noch klingt es hier und da nach AC/DC und immer noch haben sie trotzdem
Energie. Der Titeltrack eröffnet ein Album mit Höhen und Tiefen, wobei der grösste
Schwachpunkt immer noch der leicht gepresste Gesang ist, aber hat man sich erst mal an den
rauen Gesang von Gary Wheeler gewöhnt, macht es stellenweise sogar Spaß, wie z.B. das
treibende The Big Things. Immer wieder trifft man den guten alten Freund Blues
und ungewollt denkt man an rauschende Bikerpartys. Irgendwie ist das alles nett und tut
auch keinem weh, aber ob man das Album in ein paar Jahren wirklich noch mal aus dem
Schrank holt, muss jeder für sich selber entscheiden. |
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